Ich schreibe Geschichten.
Geschichten über das, was man nicht loswird.
Und über das, was am Ende noch bleibt.
Meine Literatur sucht selten nach Antworten. Sie legt frei, was ohnehin da ist – auch wenn es unbequem ist.
Mich interessieren weniger außergewöhnliche Ereignisse als das, was sie im Menschen auslösen: Zweifel, Schuld, Selbsttäuschung. Es sind diese inneren Bewegungen, die meine Geschichten tragen.
Geschichten entstehen für mich nicht aus Plänen, sondern aus Bewegung – aus einem Gedanken, einem Bild, einem inneren Riss, dem ich folge. Meist erfahre ich selbst erst im Schreiben, wohin sie führen.
Ich höre auf das, was mir eine Geschichte erzählt. Und bringe es zu Papier.
Kurzvita
Thomas Sillmann, geboren 1988 in Karlstadt, schreibt Romane, Novellen und Kurzgeschichten. Belletristische Texte von ihm erschienen in Anthologien und Literaturzeitschriften; den Roman „Schatten“ und die Novelle „Verschollen“ veröffentlichte er im Self-Publishing. 2011 erreichte seine Kurzgeschichte „Vogelscheuche“ den sechsten Platz beim Kurzgeschichtenwettbewerb zum „Tag des Schreibens“ von Droemer Knaur. Seit 2014 veröffentlicht er außerdem Fachbücher zur App-Entwicklung im Carl Hanser Verlag.